Du möchtest im Beruf Deinen Glauben mit sozialem Engagement für andere verbinden?

 

Wir bieten Dir eine doppelte Qualifikation:

  • Du entwickelst Dich im Glauben weiter und lernst, ihn theologisch zu reflektieren.

  • Und Du gewinnst anerkannte Fachkompetenz in einem sozialen Beruf. Du wirst Erzieher/in, Krankenpfleger/in, Heilerziehungspfleger/in, Sozialwirt/in oder Sozialpädagoge/in.

 

Die Ausbildung gliedert sich in drei Studienphasen. Dabei steckt die Phase der Fachausbildung zwischen den theologischen Phasen wie der Hamburger in einem Brötchen oder der Belag in einem Sandwich.


Jochen

"Ein schrilles Klingeln. Mein Wecker zeigt 5.30h an. Jetzt muss ich mich aber beeilen  Dusche, Zähne putzen, anziehen und 'n Mars mit Mandeln. In einer Stunde beginnt mein Frühdienst am Wurzhof. Nach einer halben Stunde Autofahrt komme ich auf meiner Gruppe an. Alles ist noch stockdunkel. Zwei Männer der Gruppe kommen mir schon erwartungsvoll entgegen, als ich durch die Gruppentüre gehe. Etwa elf Menschen mit einer geistigen Behinderung leben hier pro Wohneinheit zusammen.

Individuell unterstütze ich jeden einzelnen Menschen und begleite ihn den ganzen Tag. Beim Aufstehen, bei verschiedenen Freizeitangeboten oder auch Arztbesuchen. Der Förderungsbedarf ist abhängig von den Stärken der zu Betreuenden.

 

Vor fast einem Jahr wechselte ich das Arbeitsfeld. Jetzt kann ich morgens länger schlafen, dafür arbeite ich regelmäßig bis tief in die Nacht hinein. Als Gemeindediakon in Nürnberg-Langwasser habe ich keinen Dienstplan wie zuvor als Diakon im Gruppendienst. Am Morgen eine Besprechung mit Kolleginnen und Kollegen aus der Region, danach einige Telefonate und E-Mail Korrespondenz in meinem Büro. Anschließend fahre ich zu einer meiner beiden Gemeinden für eine Kindergruppe, dann wieder zurück ins Büro wegen eines Vorbereitungstreffens mit Jugendlichen. Ein bisschen offene Arbeit und zum Abschluss des Tages eine Jugendausschusssitzung. Zwar war ich vor meiner Ausbildung in Rummelsberg in unterschiedlichsten Formen der Jugendarbeit ehrenamtlich tätig, doch hatte ich mir diese Bandbreite nicht vorgestellt.

 

Bei der Wahl meiner Fachausbildung habe ich mich für die Fachrichtung „Erzieher“ entschieden.

Zwei völlig unterschiedliche Arbeitsfelder - die Ausbildung zum Diakon aber hat es mir ermöglicht für beide Bereiche die nötigen Vorraussetzungen mitzubringen. Daneben könnte ich als Erzieher auch noch in der Jugendhilfe arbeiten.

Jetzt überlege ich, mich weiter zu qualifizieren und zu studieren. Dem steht nichts mehr im Weg.

Wie Du siehst, bietet die Erzieher-Ausbildung eine große Bandbreite an Möglichkeiten, als Diakon zu arbeiten. Wäre das auch etwas für Dich?"

 

 

Jochen Schmidt